Kinder im Indoor-Spielplatz

Kopfläuse

Kopfläuse sind Parasiten (Schmarotzer). Außerhalb des menschlichen Kopfes sind Läuse ca. 2 Tage überlebensfähig.

Doch wenn einmal ein Kopflausbefall in einem Kindergarten, Schule,… entdeckt wird, sind oftmals direkt mehrere Personen davon betroffen.

Warum?             

Wenn die Kinder beim Spielen ihre Köpfe zusammenstecken, gelangen die Läuse vom einen zum anderen. Oder aber es werden Kleidungsstücke wie Mützen oder Schals vertauscht oder sie hängen zu dicht nebeneinander.

Kopfläuse erkennt man nur schwer, denn sie sind nur 1-3mm klein. Sie haften dicht an der Kopfhaut, aus der sie ihre Nahrung, das Blut, heraussaugen. Meistens erkennt man einen Kopflausbefall daran, dass sich im Haar weiße schuppenähnliche Partikel befinden, die anders als Kopfschuppen an ihrer Stelle haften bleiben. Dabei handelt es sich um die sogenannten Nissen (Eier). Nissen befinden sich meistens an Stellen wie hinter den Ohren oder im Nackenbereich. Nach etwa einer Woche schlüpfen diese und nach weiteren 7-10 Tage sind sie geschlechtsreif und können sich wiederum selbst vermehren.

Die typischen Symptome sind also:

  • Starker Juckreiz auf der Kopfhaut,

  • dadurch bedingte (entzündete) Kratzwunden,

  • kleine, schuppenartige, weißliche Nissen am Haaransatz.

Kopfläuse und Nissen im Haar

Entwicklungs- und Fortpflanzungszyklus

Vorbeugung

Eine hundertprozentige Vorbeugung gegen Läuse gibt es leider nicht. Trotzdem gibt es einige Tipps die man beachten kann.

  • Gründliche und regelmäßige Kontrolle der Kopfhaut, sogar täglich, wenn ein Befall im näheren Umfeld ist.

  • Häufiges Kämmen der Haare mit einem speziellen Läusekamm.

  • Gemeinsame Benutzung von Handtüchern, Kopfkissen, Kopfbedeckungen, Bürsten und Kämmen vermeiden.

  • Eventuell befallenes Spielzeug oder Kuscheltiere, sowie auch Mützen, Schals usw. für ca. 3 Tage in einer Plastiktüte luftdicht verschlossen halten.

  • Kämme und Haarbürsten mit 60°C heißem Wasser abspülen, Handtücher, Bettwäsche und getragene Kleidung bei min. 60°C waschen. Je nachdem kann auch ein extra Waschmittel speziell gegen Läuse verwendet werden.

  • Kokosnussöl oder ätherische Öle wie Lavendel können vorbeugend tropfenweise hinter den Ohren oder im Nacken aufgetragen werden. (Achtung, diese können Reizungen verursachen.)

 

Behandlung

Mittel gegen Läuse gibt es in verschiedenen Formen. Entweder als Shampoo, Lotion, Spray oder Emulsion. Die üblichen „Läuseshampoos“ werden in zwei verschiedene Gruppen unterteilt. Es gibt die physikalische und die chemische Behandlung. Bei diesen beiden Behandlungen ist es immer wichtig genau nach der Gebrauchsanweisung vorzugehen. Diese Behandlungsarten werden alle lokal angewandt.

Physikalische Behandlung

Dimeticon, ist ein Silikon. Dieses gelangt in die Atemöffnungen der Läuse, welche somit ersticken. Die Behandlung  sollte nach 7 Tagen wiederholt werden. Bei dieser Methode sind Nebenwirkungen fast ausgeschlossen.

Chemische Behandlung

Chemische Kopflausmittel wie Pyrethroide Permethrin, Allethrin und Pyrethrum, haben eine toxische Wirkung auf das Nervensystem der Läuse. Hier sollte die Behandlung nach 8-10 Tagen wiederholt werden. Diese Mittel sind jedoch nicht zu 100% sicher oder frei von Nebenwirkungen. Ebenfalls können die Parasiten dagegen Resistenzen entwickeln.

Kokosnussöl

Durch seine insektizide und austrocknende Wirkung auf die Kopfläuse kann Kokosnussöl bei einem Kopflausbefall helfen. Zusätzlich hat es einen pflegenden Effekt auf die Kopfhaut und Haare. Das Kokosnussöl sollte auf die komplette Kopfhaut und Haare aufgetragen werden, die Haare können trocken oder handtuchfeucht sein. Nach etwa einer halben Stunde Einwirkzeit soll man die Haare mit einem Läusekamm gründlich auskämmen und anschließend mit dem üblichen Shampoo auswaschen.

Nach der Behandlung

Nach dem Waschen empfiehlt sich eine Spülung der Haare mit Essigwasser (1-2 Esslöffel pro Liter lauwarmes Wasser) um das Lösen der Nissen zu erleichtern oder, vor allem bei längerem Haar, die Anwendung von speziellen Haarbalsam, welches außerdem das Durchkämmen erleichtert. 

Müssen alle Familienmitglieder behandelt werden?

Eine Behandlung aller Familienmitglieder oder Mitbewohner ist nur dann sinnvoll, wenn Läuse oder Nissen sichtbar sind.

 

Behandlung bzw. Reinigung der Umgebung

Heißes Waschen bei min 60°C, Dampfreinigen, Einfrieren (über Nacht) oder luftdichtes Verpacken für 3-5 Tage empfiehlt sich für:

  • Bettwäsche und Kopfkissen

  • Polstermöbel

  • Plüschtiere

  • Kleidung

  • Haarbürsten und Kämme

  • Handtücher

  • Kopfbedeckungen.

 

Falls Sie mehr zu dem Thema Kopfläuse erfahren wollen oder ein für Sie oder ihr Kind geeignetes Produkt suchen, kommen sie zu uns in die Apotheke. Gerne beraten wie Sie persönlich!

Das Team der Apotheke Lentz.